Wo Kinder sicher schwimmen


Gefahrloses Badevergnügen
Wo Kinder sicher schwimmen

Sommer, Sonne, Badespaß – das passt zusammen, vor allem in der Ferienzeit. Doch Wasser ist nicht ganz ungefährlich, wie auch dieses Jahr wieder zahlreiche Badetote beweisen. Wo das Risiko für Kinder und Jugendliche besonders groß ist, erklären nun deutsche Kinderärzte.

Wasser zieht Kinder magisch an

„Ertrinken gehört zu den häufigsten Todesursachen im Kleinkindalter“, sagt Kinderarzt Ulrich Fegeler. Im Jahr 2018 sind laut Deutscher Lebensrettungsgesellschaft DLRG 11 Kinder im Grundschulalter und 15 im Vorschulalter ertrunken. Säuglinge ertrinken am häufigsten in Badewannen, kleinen Wannen und Eimern, Kinder im Vorschulalter vor allem im Schwimmbad. Hauptursache ist dabei, dass die Kleinen oft unbeaufsichtigt und die Wasserstellen leicht zu erreichen sind. Denn Wasser zieht Kinder magisch an, betont Fegeler.

  • Tipp: Lassen Sie kleine Kinder in der Nähe von Wasser nie aus den Augen. Schon ein Vogelbecken oder ein Plantschbecken können für die Kleinsten zur tödlichen Gefahr werden.

Gefahrenbewusstsein fehlt

Jugendliche erwischt es dagegen vor allem in natürlichen Gewässern, und dass, obwohl sie meistens schwimmen können. Denn Heranwachsende sind oft impulsiv und risikobereit und überschätzen dabei ihre eigenen Fähigkeiten. Kommen noch Drogen oder Alkohol ins Spiel, wird der Badespaß besonders gefährlich. Der Jahrhundertsommer 2018 spiegelt sich auch in dieser Altersgruppe: Die Anzahl der Ertrunkenen stieg bei den bis zu 20-Jährigen um 61% im Vergleich zum Vorjahr, berichtet der DLRG.

  • Tipp: Klären Sie Jugendliche explizit über die Gefahren in natürlichen Gewässern auf. Machen Sie klar, dass beispielsweise auch in wenig Wasser führenden Flüssen die Strömung nie unterschätzt werden darf.

Kranke Kinder

Manche Kinder sind aufgrund einer Grunderkrankung besonders gefährdet: So landen autistische Kinder leicht mal im Wasser, weil sie alleine in der Gegend umherwandern. Kinder mit einer Epilepsie können bei einem eventuellen Anfall im Wasser nicht schwimmen und drohen deshalb zu ertrinken, ausgiebiges Toben im Wasser kann wiederum Kinder mit Herzrhythmusstörungen gefährden.

  • Tipp: Wenn Ihr Kind unter einer chronischen Krankheit leidet, sollten Sie zum Sommerbeginn mit Ihrem Kinderarzt abklären, ob der Badespaß erlaubt ist.

Quelle: www.kinderaerzte-im-netz.de, DLRG

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